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Stadt, Strand, Feueralarm (14.08. auf den 15.08.)

Nachdem wir eine unruhige erste Nacht hinter uns gebracht hatten (viel zu heiss im Zimmer, Strassenlaerm), gingen wir ertsmal zur Stadtbibliothek (freier Internetzugang fuer eine Stunde pro Tag ). Die Bibliothek hier ist echt toll, riesengross mit ganz vielen Cafes und so. Anschliessend machten wir uns auf, um die Stadt anzusehn. Allzu erfolgreich waren wir allerdings nicht, es war so heiss und drueckend, dass wir die meiste Zeit eher mit Pausen verbrachten. Begutachtet haben wir den Canada Place, eine Uhr, die mit Dampf betrieben wird und alle Viertelstunde ein Liedchen pfeift, und Vancouver von oben im Vancouver Lookout. Bevor wir dann zurueck ins Hostel sind, da wir uns fuer eine "BBQ and Sports Night" im Hostel Vancouver Jericho Beach (das liegt 20 Busminuten ausserhalb und soll das schoenste der drei HI-Hostels hier sein) angemeldet hatten, sassen wir noch ein Weilchen in einem Park herum, wo wir von gruseligen Raben umzingelt wurden.

Zurueck im Hostel warteten wir mit ein paar anderen - vergeblich -  auf die Person, die uns nach Jericho Beach bringen sollte. Letztendlich mussten wir also alleine los und kamen eine dreiviertel Stunde zu spaet, sodass die meisten schon mit Essen fertig waren. Wir setzten uns mit unserem Essen zu einem Freiburger, einer deutschen Wahlschweizerin und einer Schweizerin an den Tisch, die wir natuerlich dooferweise zuerst auf Englisch ansprachen. Spaeter kam noch ein Englaender hinzu, und so war die lustige Tischrunde komplett. Die Gespraeche gingen ihre ueblichen Wege: Wie lang bist du schon hier, wie lang bleibst du noch, was hast du schon gesehen, was kann man empfehlen (wir haben schon unsere Standardantworten)... Da der Freiburger ebenfalls dieses Jahr Abitur gemacht hatte, ging das Thema natuerlich auch unweigerlich in diese Richtung (Juhu, Matheabilaestern :P). Irgendwann beschlossen wir beide dann, uns noch ein wenig an den Strand zu setzen um ein paar nette Skyline-Fotos zu machen. Der Freiburger kam ebenfalls mit, da er den Strand auch noch nicht gesehen hatte. Das ganze wurde dann noch sehr interessant; Feststellungen wie: 'Hey, die Haeuser da sehn aus wie ein Riesenrad!' oder 'Da ist ein Kreuzfahrtschiff! -Leonie: 'Da will ich mal drauf joggen!!' oder Anjas Begraebnis ihres Kaugummis unterhielten uns den ganzen Abend, sodass es 12 war, als wir beschlossen, mal doch so langsam den Bus zurueck ins Hostel zu nehmen. Wir warteten fast eine Stunde, bis wir dann zurueck zum Hostel gingen und feststellten, dass der letzte Bus 5 Minuten bevor wir an die Haltestelle gedackelt waren, abgefahren war. Es blieb uns also nur noch das Taxi. Wir mussten dreimal anrufen, bis wir es schafften, ein Taxi zu bestellen, ohne dass die Verbindung mittendrin abbrach... zu unserer grossen Erleichterung war die Fahrt auch nicht allzu teuer und so lagen wir dann irgendwann um 2 endlich in unseren Betten.

2.15 Uhr: Irgendeine nervige Glocke fing ploetzlich an zu schrillen. 5 Minuten spaeter kam Stephanie, eine Oesterreicherin aus unserem Zimmer, mal auf die Idee, auf den Gang zu sehn - der Alarm kam nicht, wie wir dachten von draussen, sondern schrillte in unserem Hostel! Erstmal waren wir etwas verwirrt, was denn nun zu tun sei, aber kurz darauf kam eine Mitarbeiterin des Hostels angerannt und klopfte an alle Tueren, wir sollten unverzueglich hinunter auf die Strasse, der Feueralarm wurde ausgeloest. So langsam brach dann die Panik aus, wir packten das Wichtigste (Reisepass, Flugticket, Geldbeutel) in unsere kleinen Rucksaecke (Zeit, um unsere Baerenboxershorts gegen normale Hosen zu tauschen war aber noch ) und rannten aus dem vierten Stockwerk die Treppen hinunter auf die Strasse. Da stand dann das komplette Hostel, und keiner wusste so richtig, was eigentlich los war. Wir hielten uns an unser Zimmer und standen gemeinsam mit Stephanie und einer Suedkoreanerin rum. Leonie ging dann irgendwann los, um nachzufragen, wie lange dass denn noch gehen sollte, bekam aber nur die Auskunft, dass der Alarm im Nachbargebaeude, einem Pub, ausgeloest worden war, und dass die Feuerwehr (zwei gemaechlich in den Pub hineinspazierende Herren, deren Anblick uns ein wenig beruhigte) erst eine Entwarnung geben muesse. So vertrieben wir uns die Zeit damit, unseren Adrenalinspiegel zu senken, den vorbeilaufenden Leuten zu erklaeren, was hier los war und die ganzen Hostelgaeste zu begutachten, die teilweise im Schlafanzug herumstanden. Wir waren echt froh, dass wir nur 15 Minuten im Bett gelegen hatten und noch fit waren, im Gegensatz zu denen, die mitten aus dem Tiefschlaf gerissen worden waren.

Irgendwann war es dann soweit, wir durften - nun hundemuede und extrem hungrig - zurueck in unsere Zimmer. An Schlaf war nicht mehr wirklich zu denken, wir waren alle noch aufgeregt und im Zimmer war es bruetend heiss. So sind wir heute jetzt ein wenig geraedert... Vorhin haben wir noch nachgefragt, was denn eigentlich den Alarm ausgeloest hatte - anscheinend hat sich da im Pub wohl jemand einen "Spass" erlaubt - na danke!

Jetzt gehen wir noch ein wenig in den Stanley Park - Stress abbauen^^

15.8.08 20:36
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


tom (15.8.08 21:29)
lol :D


Anja (16.8.08 19:48)
ja, im nachhinein wars echt witzig.. aber als wir da unte auf de strasse rumstande un nid wusste was eig los isch, wars ueberhaupt nid lustig!!!

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