Untitled Document
Jasper: Seen sehn (31.07.-02.08.) und zurueck nach Edmonton

Anja's Handy liess uns nicht im Stich: puenktlich um 5 Uhr ging der Alarm, und nicht nur wir, sondern nach unserem Rumgekrustel auch der ganze Schlafraum waren wach. Die Fahrt nach Jasper haben wir wie immer groesstenteils verpennt - an dieser Stelle moechten wir kurz von unserer Bus-Schlaf-Krankheit erzaehlen: wir schaffen es nicht mehr, bei vollem Bewusstsein zu bleiben, sobald wir in unseren Sitzen sind. Irgendwie haben sich unsere Gehirne schon auf Bus + Schlafen eingestellt, und wir koennen nichts dagegen tun...

In Jasper haben wir erst einmal unseren ueblichen Gang zum Info-Center hinter uns gebracht, um uns, nachdem wir ein wenig durch die Gegend geirrt waren (bzw. uns die schoene Wohngegend angesehen haben ) auf der einzigsten Einkaufstrasse Jaspers zu vergnuegen.


Mit dem Shuttle ($5...) ging es dann etwas spaeter hoch zur Jugendherberge. Wir hatten ein wenig Angst, keine Plaetze zu haben, da wir zwar reserviert hatten, aber nie eine Bestaetigungs-E-Mail bekommen hatten. Wir fanden dann heraus, dass anscheinend nur fuer eine Person reserviert worden war, aber gluecklicherweise waren noch ein paar Betten frei und wir konnten sogar eine zusaetzliche zweite Nacht buchen. Nachdem wir unsere Betten bezogen hatten, fiel uns allerdings auf, dass wir ja nun 6km von der Stadt entfernt festhingen und keinerlei Moeglichkeiten hatten, zurueck zu kommen - zumindest keine, die billig waren oder 2 Stunden laufen bedeuteten. Aber unsere Rettung nahte - sie hiess Christiane, kam aus Hamburg, hatte ein Auto gemietet und lag ein Hochbett weiter. Zu unserer grossen Freude bot sie uns sofort an, uns in die Stadt mitzunehmen, die sie sich so oder so noch ansehen wollte. Gemeinsam mit ihr fuhren wir also zurueck nach Jasper und kauften uns eine Packung Kraft Food, Milch und Muesli. Spaeter Abends wagten wir uns dann tatsaechlich zum ersten Mal in die Kueche der Jugendherberge, die meist etwas chaotisch sind und uns deswegen bisher abgeschreckt haben. Die Nudeln mit Kaesesosse waren schnell zubereitet (Leonie! Wie viel Milch muss da rein?? - Keine Ahnung! Aaah!) und so konnten wir unsere erste selbst zubereitete Mahlzeit geniessen. Bevor wir, durch die Bergluft muede, in unseren female bed dorm (30 Betten...) gingen, spielten wir noch ein wenig (Kinder -) Monopoly und Backgammon (das wir allerdings erst nach gruendlichem Studium der englischen und franzoesischen Anleitung abwechselnd verstanden). Ausserdem bot Chris(tiane) uns noch an, uns am naechsten Tag wieder mit in die Stadt zu nehmen.

Am naechsten Morgen wurden wir dadurch wach, dass der gesamte Inhalt des Schlafraums (sprich ueber 20 Damen) wie wild durch die Gegend wuselte. Beim Fruehstueck begruesste uns Chris mit der freudigen Mitteilung: "Es regnet. Den ganzen Tag herrscht eine Regenwahrscheinlichkeit von 60%."
Na toll. Unser geplanter Hike zum Pyramid-Lake koennte ungemuetlich werden... aber wieder war es Chris, die uns "rettete". Sie nahm uns nicht nur mit in die Stadt, sondern liess uns auch an ihrer Seentour ueber den ganzen Vormittag hinweg mitfahren. So sahen wir nicht nur den Pyramidlake, sondern auch den Patricia-Lake, den Lake Anette (welchen wir noch umrundeten), den Lake Edith und den Lac Beauvert.

Patricia Lake mit Pyramid Mountain im Hintergrund (der ist durch irgendein Gestein so schoen orange und pink, sieht man hier leider nicht so gut)

Lake Edith

Bevor wir gegen 15 Uhr zurueck zur Herberge fuhren, kauften wir uns, durch den gestrigen Kuechenerfolg ermutigt, noch Nudeln und Spaghettisosse fuers Abendessen.

Nachmittags wollten wir hoch auf "The Whistlers", ein Berg von dem man eine nette Aussicht auf die Stadt Jasper und die Bergketten der Umgebung hatte. Leider konnten wir aus Zeitgruenden nicht hochwandern, sondern mussten die Seilbahn nehmen (sonst waeren wir noch im Dunkeln unterwegs gewesen).


Oben brauchten wir noch eine gute Stunde, um ganz hoch auf den Gipfel zu kommen. Auf unserem Weg wurden wir von Schnee und den guten Ratschlaegen anderer Touris (Macht nur kleine Schritte! Viele Pausen!) begleitet.

Endlich auf dem Gipfel


Beim Abendessen schafften wir es, gemeinsam fast die ganze Packung Nudeln zu vernichten (wieder Bergluft?) und aergerten uns danach noch ein bisschen ueber das langsame Internet dort: wir verbrauchten 15 Minuten mit dem Versuch, unsere E-Mails abzurufen und myblog zu oeffnen, bis wir schliesslich aufgaben. Den Rest des Abends verbrachten wir gemeinsam mit Chris mit Puzzeln (1000 Teile - wir haben aber nach den ersten 400 die Lust verloren). Muede (Bergluft?) ging es ins Bett, wo wir noch ein wenig dem Gelaechter aus dem Gemeinschaftsraum lauschen "durften" - da die Herberge so weit von der Stadt entfernt ist, tummelt sich dort immer alles.

Unsere heutigen letzten Stunden in Jasper gingen wir gemuetlich an: fruehstuecken, packen, Chris verabschieden, mit dem Shuttle in die Stadt fahren. Dort machten wir noch einen kleinen Spaziergang am Athabasca River entlang, wo wir noch eine kleine Ueberraschung erlebten: wir konnten aus naechster Naehe einen "elk" beobachten (elk auf deutsch: Hirsch?? - wir sind ein bisschen verwirrt...weil Elch hier moose heisst.... oder so^^).


Gegen 13 Uhr fanden wir uns dann an der Greyhound-Station ein. Dort wurde Leonie noch von einer Reporterin der lokalen Zeitung interviewt: wie wir zum ersten Mal hoerten, hatte ein Mann in einem Greyhound-Bus seinen 22-jaehrigen Sitznachbarn enthauptet, und sie wollte nun wissen, was wir von den Sicherheitsvorkehrungen in Bussen und Zuegen denken. Wir waren ziemlich geschockt - habt ihr auch davon gehoert? Die Busfahrt zurueck nach Edmonton konnten wir auf jeden Fall nicht mehr so richtig geniessen - selbst unsere Bus-Schlaf-Krankheit blieb aus.

Wir werden wohl die Berge und die Nationalparks ein wenig vermissen, jetzt geht es wieder auf Staedtetour - aber der Regenwald auf Vancouver Island wartet ja noch auf uns  

Hier noch was zum Thema 'Keep Wildlife Wild' - der Aufkleber auf einem baerensicheren Muelleimer, bei denen wir erstmal ne Weile brauchten, bis wir wussten, wie sie zu oeffnen waren:

 

Im Hostel in Edmonton unterhielten wir uns kurz mit einer netten Japanerin, bevor wir noch ein wenig durch Old Strathcona schlenderten.

Als wir gerade hier schoen am Schreiben waren, sprach uns ein aus Halifax (Osten) stammender Kanadier (ueber 40...) an, den wir schon zuvor im Second Cup getroffen hatten. Irgendwie fand er riesigen Gefallen daran, uns Bilder seines Hauses und seines Autos zu zeigen und lud uns letztendlich ein, mit ihm noch was trinken zu gehen. Nach dem ersten Pub fanden wir auch noch den Weg in eine Tanzbar mit einer Lifeband, wo er uns irgendwann sogar auf die Tanzflaeche folgte. Von Minute zu Minute wurde er uns unheimlicher wegen seinen komischen Bemerkungen. Er blieb zwar den ganzen Abend nett und freundlich, aber wir waren trotzdem froh, als wir gegen 2 wieder im Hostel und in unserem Bett waren.

 

3.8.08 07:31
 


Werbung


bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


tom (3.8.08 16:08)
wow! ganz schön viel in der woche erlebt, hmm?
ich kann nur mit extremem chillen dagegenhalten, mehr haben wir in bayern garnicht geschafft :P

liebe grüße aus deutschland!
tom.


papak (4.8.08 00:28)
des isch natürlich ä Hirsch, ä Elch isch größer un het so schuufle om Gweih.


Hanna (5.8.08 15:16)
hey ihr 2!
bei euren einträgen kann man echt nur neidisch sein! aber morgen fahren wir (lisa, sarah, ich) auch endlich los! nach frankreich, normandie. ich hoffe wir haben auch so gutes wetter!
viel spaß noch bei eurer verbleibenden zeit!
Hanna


mopsi (5.8.08 16:57)
danke für die karte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! die ist echt lustig " I climbed the bear´s hump.......... and this is what i saw!" :-)
alles liebe mopsi


tom (5.8.08 23:14)
hey! die isch cool, die hab ich au bekomme :D


Anja und Leonie (6.8.08 05:17)
Ja die Karte haben wir hinter nem Staender mit kitschigen Zeugs in so nem Geschenkladen in Waterton entdeckt, und insgesamt mindestens 8 davon gekauft, weil wir sie so toll fanden^^

Das Wetter hier in Vernon ist....heiss - in der prallen Sonne waren es 46 Grad...


Armin (7.8.08 21:07)
Hi ihr zwei,
ich habe vor ein paar Tagen in Hostel2 gezappt. Danach schläft man wieder gut im Bus, allerdings vielleicht weniger gut im Hostel. Also falls ihr den Film irgenwo im Kino seht - geht lieber nicht hinein.


Leonie (8.8.08 10:05)
Na danke fuer den Rat^^

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

Archiv

Gratis bloggen bei
myblog.de