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Hafenspaziergaenge und Whale Watching (10.08.)

Der Morgen begann eine Stunde spaeter und dann doch frueher als gedacht. Soll heissen: Leonie hatte vergessen, ihre Uhr zurueckzustellen und machte Aufsteh-Stress. Beim Fruehstueck kam dann irgendwann die Wahrheit heraus, als Anja mal auf ihre eigene Uhr sah... An der Rezeption fragten wir nach der billigsten Whale-Watching-Tour. Der Kerl dort rief nicht nur gleich dort an, um uns einen Platz um 2 zu reservieren, sondern liess es sich auch nicht nehmen, uns den Weg auf der Karte zu zeigen (3 Blocks weiter, sehen wir so doof aus?^^).

Den Rest des Vormittags verbrachten wir damit, am Hafen entlang (rechts) zu laufen und entdeckten dort einige schoene Stellen.

Enjoy the moment!

Seit langem fanden wir auch mal wieder den Weg in eine Chinatown, interessanter war aber der direkt daneben gelegene Sonntagsmarkt.

Nach dem Mittagessen in der Herberge (wir haben uns ganz grossartige Broetchen geschmiert: getoastete Weckchen, Philadelphia, Gurken) ging es endlich los aufs Meer. In sexy gelbe Anzuege eingepackt brausten wir auf einem sogenannten Zodiac-Boot (Schlauchboot mit Motor) den Hafen hinaus Richtung Wale. Unterwegs probierten wir noch ein paar gummiartige Algen frisch aus dem Meer, die angeblich sehr gesund sein sollen. Geschmeckt haben sie wie salziger Salat, aber zumindest nicht uebel.


Inmitten einer Gruppe von diversen Whale-Watching-Booten sahen wir sie dann:

Nachdem die Suche nach einer zweiten Gruppe Orcas nicht so erfolgreich war wie die erste, fuhren wir noch zu einer kleinen Felseninsel, auf der Robbenbabys rumlagen, und dann ging es auch schon wieder zurueck - gut fuer unsere durchgefrorenen Finger. Da uns nicht nur kalt war, sondern wir auch Hunger hatten, haben wir uns erstmal unser Abendessen in der Herberge gekocht, bevor wir wieder zu einem Hafenspaziergang (diesmal nach links) aufgebrochen sind; Ziel war die Mauer, die den Hafen vor den Wellen schuetzt und von der man eine schoene Aussicht auf Hafen und auf die USA hat. Auf dieser Mauer haben wir so einige Leute mit einem tragischen Schicksal gesehen - zumindest, wenn es nach unserer Vorstellung geht.... ganz viele Abschiede, betrogene Ehefrauen, fehlgeschlagene Blind Dates usw... muesst ihr jetzt nicht verstehen

Morgen geht's ins Gruene!

 

11.8.08 07:17


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Mondmalen in Victoria

Bei unserem ersten freien HI-Hostel Fruehstuck im HI-Hostel in Vancouver trafen wir gleich einen alten Bekannten wieder: Chris, der seltsame aus England ausgewanderte Kerl, den wir bei unserer West Trek Tour getroffen hatten und der so versessen auf sein Skinny Diping gewesen war. Wir verabschiedeten uns schnell wieder und wankten (die Rucksaecke essen zuviel, die nehmen zu) zur Busstation, um zur Pacific Station zu fahren. Dort stiegen wir dann in einen Bus der Pacific Coach Lines ein, der uns direkt zum Ferry Terminal brachte und auf Vancouver Island vom Terminal in die Stadt.

Meer!

Anja hat ne neue Frisur. Kurz und hochgegelt. Steht ihr, oder?

Der erste Gang war natuerlich der zum Touri-Center, wo wir nach einer Moeglichkeit fragten, moeglichst ohne weiten Fahrtweg in einen Regenwald zu kommen. Empfohlen wurde uns der Sooke Regional Park, den wir uns wohl am Montag ansehen werden (wir wissen nur noch nicht ganz, wie wir wieder rechtzeitig zurueckkommen sollen, da wir so einen tollen 10km Coast Trail laufen wollen, der aber etwas abgelegen liegt).

Anschliessend ging es direkt zum HI-Hostel, das direkt in der Downtown gelegen ist. Nachdem wir die Witzeleien der beiden Herren an der Rezeption nicht verstanden hatten, waren wir froh, zumindest unser Bett ohne groessere Probleme zu finden (in Jasper hatten wir dazu einmal erfolglos das Gebaeude umrundet). Den Rest des Abends verbrachten wir damit, ueberbelichtete Fotos von Sonne und Meer zu machen,


einen Regenbogen abzuknipsen,


Leuten beim Tanzen zuzusehen (da war so ne Strassen-Klingklong-Gruppe, die alle ganz toll fanden) und uns vor einem tollen Pub mit einem Live-Saenger darueber zu aergern, dass man hier unter 19 nirgends reinkommt. Ausserdem verbrachten wir eine Menge Zeit damit, die gleiche Strasse mehrmals aufgrund von Entscheidungsschwaeche (verzweifelte Suche nach einem Cafe, in dem es heisse Schokolade und Cookies gibt: "Sollen wir da rein?" - "Neee, da gibts nur so eklige Cookies." - "Und wenn wir sie da holen und die Schokolade da?" - "Ach, das ist so umstaendlich..." hoch und runter zu laufen. Dieses Problem verfolgte uns uebrigens den ganzen Abend, irgendwie fanden wir nie das, was wir suchten, wenn wir besonders konzentriert darauf achteten. Es fing bei einem Geldautomaten an, ging ueber den Supermarkt und endete eben bei dem Cafe... Danach sahen wir uns das Regierungsgebaeude mit kitschiger Nachtbeleuchtung an


und versuchten noch ein bisschen mit dem Mond zu malen (lange Belichtungszeit) - hier die Ergebnisse:

 

Ach ja... - unsere neuesten Errungenschaften, die werden heute Nacht eingeweiht


10.8.08 07:57


Von guten Freaks und schlechten Freaks - Zwischenstop in Vancouver (08.08.)

Nun ist Ende mit dem schoenen Leben, heute morgen brachte Heidi uns zur Greyhound-Station in Vernon, by the way an dem letzten Tag, an dem unser Discovery Pass gueltig ist *snief*... ab jetzt muessen wir zahlen. Uns stand eine 7-stuendige Fahrt nach Vancouver bevor. Von dort geht auch unser Flug in 12 Tagen zurueck, aber wir bleiben vorerst nur fuer eine Nacht und setzten morgen nach Vancouver Island ueber.

Auf der Fahrt hierher musste besonders Leonie wieder unter einem schrecklichen Kerl leiden, waehrend Anja eine sehr interessante Bekanntschaft machte. Von dieser, Jasmin, ruehrt auch die Ueberschrift: sich selbst bezeichnete sie als "good freak", den Kerl neben Leonie als "bad freak". Jener, ein Italiener der in Victoria lebt, begruesste Leonie mit Handkuss und wollte dauernd ihre Mandeln essen und dann auch noch Chips von Anja haben. Weiterhin beanspruchte er nicht nur seinen, sondern auch noch Leonie's halben Sitz mit und stank nach Rauch. Besonders interessiert war er daran, ob es denn stimme, dass man in Deutschland mehrere Frauen heiraten duerfe und ob Leonie denn schon verheiratet sei. Anja's Bekanntschaft dagegen war zwar schraeg, aber dafuer sehr unterhaltsam. Sie glaubt an Vampire, umarmt Baeume, trinkt keinen Alkohol und raucht nicht, kifft aber dafuer, sie dreht Filme, will den Jakobsweg in Spanien laufen, braucht Abstand von ihrem Freund (obwohl sie sich nur alle 3 Wochen sehen), hat schon 10 Kilo abgenommen und ist Halbdeutsche.

Auf jeden Fall waren wir froh, als wir endlich im Hostel angekommen waren. Abends schauten wir uns noch den Sonnenuntergang am Meer an und betrachteten etwas verwundert eine Gruppe Jugendlicher (mit gruselig engen Roehrenhosen), die in der Oeffentlichkeit Alkohol tranken - was hier eigentlich verboten ist.

Morgen frueh nehmen wir dann die Faehre nach Victoria, mal sehn, was uns dort erwartet. 

9.8.08 06:26


Floating, Wakeboarding, Tubing, Cruising, Diving (oder kurz - Boating) (05.-07.08.)

Diesen Dienstag-Morgen bekamen wir das beste Fruehstueck serviert, das uns seit langem unter die Augen gekommen war. Wir konnten uns kaum zwischen Obstsalat, Marmelade, Schinken, Kaese, Joghurt ... entscheiden. Ihr koennt euch nicht vorstellen, wie man sich nach wochenlangen MacDonalds-, Tim Hortons- und Subway-Besuchen ueber richtiges Essen freuen kann 

Frisch gestaerkt fuhren Captain John, 1.Mate Heidi, 2.Mate Michelle und die Deckwischer Anja und Leonie los zum Lake Okanagan, wo wir mit einem kurzen Dip ins kuehle Wasser (in der prallen Sonne hatten wir eine Temperatur von 46,4 Grad) begannen. Anscliessend versuchten wir uns im Tubing, wobei sich Anja bei einem Abflug seltsame rote Punkte am Oberschenkel zuzog. Spass hatte dabei nicht nur die Person auf dem Reifen, sondern auch der Rest der Crew, wenn er denjenigen beim Abflug beobachten konnte :P Die 5 Stunden auf dem Wasser gingen wie im Flug vorueber. Besonders Anja und Michelle waren begeistert vom wakeboarden, weitere Zeitvertriebe fanden wir beide im Synchronkoepferspringen, Lesen (und dabei stylish vorne auf dem Boot rumliegen) und Fotos schiessen. Leonie tauchte noch ein wenig, allerdings mit etwas eintoeniger Aussicht... hinter der Maske war es sehr gruen

Michelle beim Wakeboarden

Wieder daheim unternahmen wir mit Michelle noch einen kleinen Spaziergang in die Stadt und tranken einen "Slushy" (von Heidi spendiert). Danach durften wir uns in einem DVD-Verleih einen Film fuer nach dem Abendessen aussuchen. Die Wahl fiel auf "Little Miss Sunshine", was wir zusammen mit Michelle und John ansahen - letzterer war allerdings nicht allzu begeistert davon - zu wenig Blut.

Der erste Tag war nur der Auftakt - wir fanden sehr schnell heraus, dass man vom Bootfahren nicht genug kriegen kann. Heute war noch Nick, ein Freund von Michelle, dabei, der als erfahrener Snowboarder, Wakeboarder... noch einige gute Tipps beisteuern konnte.

Ausserdem versuchten wir uns diesmal zu zweit auf dem Tube. Das erste Mal klappte es prima, waehrend wir das zweite Mal (und wir haben keine Ahnung, warum) nur noch ein Salat aus Armen und Beinen waren und nach der zweiten Kurve den Abflug machten.

@$%#&?....mach mal Platz!

Abends stuerzten wir uns nach diesem "anstrengenden" Tag hungrig auf das Steak und den Salat. Es wurde noch sehr lustig und wir hatten viel Spass dabei, uns gegenseitig kanadische und deutsche Kinderlieder vorzusingen.

Allzu schnell waren wir beim dritten und letzten Tag angekommen. Aufgeweckt wurden wir von Michelles Gekreische, da Nick sich freundlicherweise als menschlicher Wecker betaetigte und auf ihrem Bett herumhopste. So fing der Tag mit ein paar Morddrohungen am Fruehstueckstisch sehr gut an. Auf dem Boot waren wir heute nur zu dritt: Heidi musste arbeiten (nach langen Ueberlegungen entschied sie sich gegen eine ploetzliche Allergie) und Michelle war unterwegs mit Nick (wir wissen bis jetzt nicht, ob sie ihre Morddrohungen noch wahrgemacht hat). Es war unsere letzte Gelegenheit, einen Sonnenbrand zu bekommen, und wir muessen stolz sagen: wir haben es (fast) ohne geschafft. Heute waren wir nicht am Lake Okanagan sondern am Lake Kalamalka, der nicht ganz so gross, aber huebsch tuerkisgruen war. Leonie fand grosses Vergnuegen daran, am Ufer rumzukraxeln, waehrend Anja lieber auf dem Tube im Wasser doeste und sich von Leonie durch die Gegend ziehen lies (Tuuut-Tuuut! Bitte aussteigen! *platsch*).

So ging auch unser letzter Boating-Trip zu Ende Wir haben beschlossen, das wir uns zu Weihnachten einen Tube, ein Wakeboard, ein Boot, und natuerlich einen See wuenschen...

Abends fuhren wir mit Heidi noch zu einem wunderschoenen Campingplatz (Ellison Provincial Park) am Okanagan Lake und haben von dort nochmal einen letzten Blick auf den See geworfen.

Morgen frueh geht es weiter nach Vancouver, wo wir eine Nacht bleiben, um dann nach Victoria (Vancouver Island) zu fahren. Wie uns gerade auffaellt, sind wir keine vollen zwei Wochen mehr hier... und dann muessen wir wieder heim...

8.8.08 07:36


Letzter Tag in Edmonton, Herumirren in Calgary und Fahrt nach Vernon (03.-04.08.)

Spaet am Morgen, durch unser Muesli gestaerkt, begaben wir uns zum Heritage Festival im Hawrelak Park (http://www.heritage-festival.com/). Dort trafen wir den Franzosen von der Rezeption unserer Jugendherberge, der uns von diversen Problemen, wie die Reise nach Jasper oder die Zwischenlagerung unseres Gepaecks, schon sehr gut kannte. Das Festival bestand hauptsaechlich aus ganz vielen Staenden aus verschiedenen Laendern, an denen man hauptsaechlich landestypisches Essen kaufen konnte. Ausserdem wurde auf mehreren Buehnen Darbietungen, wie zum Beispiel irische Taenze, aufgefuehrt. Wir haben verzweifelt nach Essen gesucht, das nicht allzu gefaehrlich aussah und wir uns mit unseren 6 Tickets kaufen konnten (hier wurde nicht mit Geld bezahlt, sondern mit Tickets, die man zuvor kaufen musste). Letzendlich entschieden wir uns fuer einen kroatischen Donut. Am deutschen Stand gab es Bretzeln, Bratwuerste, Sauerkraut und Apfelstrudel - was fuer eine Ueberraschung.

Gegen 18 Uhr sassen wir dann im Bus zurueck nach Calgary. Als wir, dort angekommen, wir immer nach 15 minuetigem Marsch an der CTrain-Station standen, erwartete uns eine boese Ueberraschung: Wegen Gleisarbeiten geschlossen. Alleine mit unserem Leid waren wir nciht; gemeinsam mit einer Mexicanerin und einem komischen Kerl mit einem solarbetriebenen Minibike (sehr hilfreich, nachts um halb 12) liefen wir (bzw irrten wir) nochmal sicher eine halbe Stunde herum, bis wir eine Station weiter waren und dort endlich in unseren Zug Richtung Michelle's Haus sassen. Dort trafen wir die ganze Lourenco-Family an, die schon besorgt auf uns gewartet hatte. Der Abend wurde noch sehr lustig, als Heidi und John von ihrer Europareise erzaehlten und wir noch unsere Erlebnisse in Kanada beisteuerten.

Am naechsten Morgen packten diesmal nicht nur wir, sondern auch Heidi, John und Michelle, Rucksaecke bzw. Koffer. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck (Waffeeeeeln ) begann die 6-stuendige Fahrt nach Vernon im Lourenco'schen Truck, bei der wir uns groesstenteils mit Sudoku, Lesen und, wie koennte es anders sein, doesen beschaeftigten. Bei einem kurzen Zwischenstopp in einem Einkaufszentrum standen wir noch in einem Buecherladen und haben ein wenig mit "Breaking Dawn" geliebaeugelt.

Wir waren nach dem ganzen Hostel-Hopping heilfroh, als wir in Vernon ein huebsches kleines Zimmer bekamen, in dem wir fuer die naechsten 4 Naechte auch bleiben konnten. Der Rest des Abends hatte keinen nennenswerten Inhalt mehr - einfach nur ausruhen

8.8.08 04:30


Jasper: Seen sehn (31.07.-02.08.) und zurueck nach Edmonton

Anja's Handy liess uns nicht im Stich: puenktlich um 5 Uhr ging der Alarm, und nicht nur wir, sondern nach unserem Rumgekrustel auch der ganze Schlafraum waren wach. Die Fahrt nach Jasper haben wir wie immer groesstenteils verpennt - an dieser Stelle moechten wir kurz von unserer Bus-Schlaf-Krankheit erzaehlen: wir schaffen es nicht mehr, bei vollem Bewusstsein zu bleiben, sobald wir in unseren Sitzen sind. Irgendwie haben sich unsere Gehirne schon auf Bus + Schlafen eingestellt, und wir koennen nichts dagegen tun...

In Jasper haben wir erst einmal unseren ueblichen Gang zum Info-Center hinter uns gebracht, um uns, nachdem wir ein wenig durch die Gegend geirrt waren (bzw. uns die schoene Wohngegend angesehen haben ) auf der einzigsten Einkaufstrasse Jaspers zu vergnuegen.


Mit dem Shuttle ($5...) ging es dann etwas spaeter hoch zur Jugendherberge. Wir hatten ein wenig Angst, keine Plaetze zu haben, da wir zwar reserviert hatten, aber nie eine Bestaetigungs-E-Mail bekommen hatten. Wir fanden dann heraus, dass anscheinend nur fuer eine Person reserviert worden war, aber gluecklicherweise waren noch ein paar Betten frei und wir konnten sogar eine zusaetzliche zweite Nacht buchen. Nachdem wir unsere Betten bezogen hatten, fiel uns allerdings auf, dass wir ja nun 6km von der Stadt entfernt festhingen und keinerlei Moeglichkeiten hatten, zurueck zu kommen - zumindest keine, die billig waren oder 2 Stunden laufen bedeuteten. Aber unsere Rettung nahte - sie hiess Christiane, kam aus Hamburg, hatte ein Auto gemietet und lag ein Hochbett weiter. Zu unserer grossen Freude bot sie uns sofort an, uns in die Stadt mitzunehmen, die sie sich so oder so noch ansehen wollte. Gemeinsam mit ihr fuhren wir also zurueck nach Jasper und kauften uns eine Packung Kraft Food, Milch und Muesli. Spaeter Abends wagten wir uns dann tatsaechlich zum ersten Mal in die Kueche der Jugendherberge, die meist etwas chaotisch sind und uns deswegen bisher abgeschreckt haben. Die Nudeln mit Kaesesosse waren schnell zubereitet (Leonie! Wie viel Milch muss da rein?? - Keine Ahnung! Aaah!) und so konnten wir unsere erste selbst zubereitete Mahlzeit geniessen. Bevor wir, durch die Bergluft muede, in unseren female bed dorm (30 Betten...) gingen, spielten wir noch ein wenig (Kinder -) Monopoly und Backgammon (das wir allerdings erst nach gruendlichem Studium der englischen und franzoesischen Anleitung abwechselnd verstanden). Ausserdem bot Chris(tiane) uns noch an, uns am naechsten Tag wieder mit in die Stadt zu nehmen.

Am naechsten Morgen wurden wir dadurch wach, dass der gesamte Inhalt des Schlafraums (sprich ueber 20 Damen) wie wild durch die Gegend wuselte. Beim Fruehstueck begruesste uns Chris mit der freudigen Mitteilung: "Es regnet. Den ganzen Tag herrscht eine Regenwahrscheinlichkeit von 60%."
Na toll. Unser geplanter Hike zum Pyramid-Lake koennte ungemuetlich werden... aber wieder war es Chris, die uns "rettete". Sie nahm uns nicht nur mit in die Stadt, sondern liess uns auch an ihrer Seentour ueber den ganzen Vormittag hinweg mitfahren. So sahen wir nicht nur den Pyramidlake, sondern auch den Patricia-Lake, den Lake Anette (welchen wir noch umrundeten), den Lake Edith und den Lac Beauvert.

Patricia Lake mit Pyramid Mountain im Hintergrund (der ist durch irgendein Gestein so schoen orange und pink, sieht man hier leider nicht so gut)

Lake Edith

Bevor wir gegen 15 Uhr zurueck zur Herberge fuhren, kauften wir uns, durch den gestrigen Kuechenerfolg ermutigt, noch Nudeln und Spaghettisosse fuers Abendessen.

Nachmittags wollten wir hoch auf "The Whistlers", ein Berg von dem man eine nette Aussicht auf die Stadt Jasper und die Bergketten der Umgebung hatte. Leider konnten wir aus Zeitgruenden nicht hochwandern, sondern mussten die Seilbahn nehmen (sonst waeren wir noch im Dunkeln unterwegs gewesen).


Oben brauchten wir noch eine gute Stunde, um ganz hoch auf den Gipfel zu kommen. Auf unserem Weg wurden wir von Schnee und den guten Ratschlaegen anderer Touris (Macht nur kleine Schritte! Viele Pausen!) begleitet.

Endlich auf dem Gipfel


Beim Abendessen schafften wir es, gemeinsam fast die ganze Packung Nudeln zu vernichten (wieder Bergluft?) und aergerten uns danach noch ein bisschen ueber das langsame Internet dort: wir verbrauchten 15 Minuten mit dem Versuch, unsere E-Mails abzurufen und myblog zu oeffnen, bis wir schliesslich aufgaben. Den Rest des Abends verbrachten wir gemeinsam mit Chris mit Puzzeln (1000 Teile - wir haben aber nach den ersten 400 die Lust verloren). Muede (Bergluft?) ging es ins Bett, wo wir noch ein wenig dem Gelaechter aus dem Gemeinschaftsraum lauschen "durften" - da die Herberge so weit von der Stadt entfernt ist, tummelt sich dort immer alles.

Unsere heutigen letzten Stunden in Jasper gingen wir gemuetlich an: fruehstuecken, packen, Chris verabschieden, mit dem Shuttle in die Stadt fahren. Dort machten wir noch einen kleinen Spaziergang am Athabasca River entlang, wo wir noch eine kleine Ueberraschung erlebten: wir konnten aus naechster Naehe einen "elk" beobachten (elk auf deutsch: Hirsch?? - wir sind ein bisschen verwirrt...weil Elch hier moose heisst.... oder so^^).


Gegen 13 Uhr fanden wir uns dann an der Greyhound-Station ein. Dort wurde Leonie noch von einer Reporterin der lokalen Zeitung interviewt: wie wir zum ersten Mal hoerten, hatte ein Mann in einem Greyhound-Bus seinen 22-jaehrigen Sitznachbarn enthauptet, und sie wollte nun wissen, was wir von den Sicherheitsvorkehrungen in Bussen und Zuegen denken. Wir waren ziemlich geschockt - habt ihr auch davon gehoert? Die Busfahrt zurueck nach Edmonton konnten wir auf jeden Fall nicht mehr so richtig geniessen - selbst unsere Bus-Schlaf-Krankheit blieb aus.

Wir werden wohl die Berge und die Nationalparks ein wenig vermissen, jetzt geht es wieder auf Staedtetour - aber der Regenwald auf Vancouver Island wartet ja noch auf uns  

Hier noch was zum Thema 'Keep Wildlife Wild' - der Aufkleber auf einem baerensicheren Muelleimer, bei denen wir erstmal ne Weile brauchten, bis wir wussten, wie sie zu oeffnen waren:

 

Im Hostel in Edmonton unterhielten wir uns kurz mit einer netten Japanerin, bevor wir noch ein wenig durch Old Strathcona schlenderten.

Als wir gerade hier schoen am Schreiben waren, sprach uns ein aus Halifax (Osten) stammender Kanadier (ueber 40...) an, den wir schon zuvor im Second Cup getroffen hatten. Irgendwie fand er riesigen Gefallen daran, uns Bilder seines Hauses und seines Autos zu zeigen und lud uns letztendlich ein, mit ihm noch was trinken zu gehen. Nach dem ersten Pub fanden wir auch noch den Weg in eine Tanzbar mit einer Lifeband, wo er uns irgendwann sogar auf die Tanzflaeche folgte. Von Minute zu Minute wurde er uns unheimlicher wegen seinen komischen Bemerkungen. Er blieb zwar den ganzen Abend nett und freundlich, aber wir waren trotzdem froh, als wir gegen 2 wieder im Hostel und in unserem Bett waren.

 

3.8.08 07:31


Edmonton - nur wegen der Mall sehenswert? (29.-30.07.)

Es tat uns weh, aus Banff wegzugehen, da es eigentlich noch so viele ungesehene Ecken hier gab. Aber die Naechte in Edmonton waren reserviert und unser Zimmer in Banff nicht weiter frei, also mussten wir gehn. Gerade rechtzeitig erreichten wir den Bus in die Stadt, marschierten zur Greyhoundstation, wo wir von einem Bus zum anderen gescheucht wurden, bis wir schliesslich in einem nach Suppe und Klo riechenden Charterbus landeten. Gegen Mittag kamen wir in Edmonton an, wo wir ein Taxi zum Hi-Hostel nahmen - so langsam werden wir faul, nichts mehr mit 3,5 Kilometer mit dem Rucksack laufen Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, liefen wir in die Downtown, die aber nur eine grosse Strasse mit sehr wenigen Geschaeften war - nichts berauschendes, worueber wir uns doch ein wenig wunderten. Als wir uns die City Hall ansahen, sprach uns ein Wachmann darauf an, dass wir nun Freunde seien, weil wir gemeinsam neben dem "friendship tower" von Edmonton standen. Kanadische Version des Mistelzweigs?

Weiter ging es zum Muttart Conservatory, vier Glaspyramiden, in denen sich botanische Gaerten befinden. Leider wird es zur Zeit renoviert, und so widmeten wir uns dem Sonnenuntergang (der eigentlich noch gar kein richtiger war) hinter der Skyline.


Auf dem Weg zurueck ins Hotel goennten wir uns noch eine heisse Schokolade und einen Cookie in der Altstadt, die doch um einiges schoener ist als die Downtown. Dabei trafen wir einen aelteren Mann, der uns fragte, ob wir deutsch oder schwiizer-duetsch sprechen wuerden. Er konnte irgendwie deutsch, weil er das in seinem Maennerchor gelernt hatte - so genau haben wir es nicht verstanden^^

Mittwochmorgen hatten wir uns eigentlich vorgenommen, mal eine kleine Runde joggen zu gehen - aber wir hatten eien so schlechte Nacht hinter uns (Schnarcherin, Autos mit lauter Musik vorm Fenster, erst viel zu heiss, dann zu kalt, Nasenbluten), dass wir am Morgen nicht vor halb 11 aus dem Bett kamen. Als wir es endlich geschafft hatten, uns ausgehfertig zu richten, fing ersteinmal eine Suche nach einem Drogeriemarkt an, und dann, noch verzweifelter, die Suche nach Papiertaschentuechern, welchen den Kanadiern nur als duenne, unverwendbare Fetzen bekannt zu sein scheinen. Anschliessend nahmen wir den Bus, um nach 30 Minuten Fahrt die West Edmonton Mall, das groesste Einkaufszentrum der Welt, zu erreichen. Sie beinhaltet unter anderem einen Wasserpark, einen Vergnuegungspark, einen kuenstlichen See mit einem Piratenschiff und einen Minigolfplatz... und natuerlich viiiele Geschaefte, was wiedermal unser Rucksackkapazitaetsproblem auf den Tisch brachte.

Mall oder Vergnuegunspark?

Ohne Worte

Um halb 5 beschlossen wir, unser Englisch mal wieder in einem Kinofilm auf die Probe zu stellen und sahen uns (in dem in der Mall integrierten Kino) Get Smart an. Der Film war irgendwie krank... aber lustig, zumindest der Teil, den wir verstanden haben... was die in Russland gesucht haben, wissen wir immer noch nicht so genau, und das mit dem Doppelagent kam auch etwas ueberraschend.

Jetzt sind wir wieder im Hotel, planen noch ein wenig unsere Fahrt nach Jasper morgen und werden dann wohl zeitig zu Bett gehen, da wir um 5 rausmuessen... Edmonton hat sicherlich einige nette Attraktionen, aber mit den anderen Staedten, in denen wir bisher waren, kann es nicht so ganz mithalten... vielleicht sind wir auch einfach noch zu berauscht von den Bergen

31.7.08 04:12


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